Hauptmenü
Artikel aus der Brücke
Jesus Christus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.
Korinther 12,9
(von Georg Grobe, Vorsitzender des Hannoverschen Verbandes Landeskirchlicher Gemeinschaften)
Bei der Jahreslosung für 2012 muss ich an eine Frau denken, die mir einmal sehr eindrücklich von ihrer Erfahrung mit diesem Vers erzählt hat. Sie berichtete, wie diese Zusage ihr in der Unsicherheit der Teenagerjahre Mut gemacht hat, nicht auf ihre eigene Schwäche zu schauen, sondern im Vertrauen auf Gott mutig auf neue Herausforderungen zuzugehen.
Genau darum geht es in dieser Zusage von Jesus. Er will uns seine Kraft da schenken, wo wir selber an unsere Grenzen stoßen. Paulus hat das sehr konkret erlebt. Er hat Jesus gebeten, dass er ihm seine Krankheit nimmt. Das ist nicht passiert. Aber Paulus erlebt, wie Gott ihn trotz seiner Schwachheit als Missionar gebraucht, durch den viele Menschen zum Glauben finden.
Die Jahreslosung ist eine Verheißung, ein Versprechen Gottes. Er will mit seiner Kraft in unsere Schwachheit hineinkommen. Das erfahren wir allerdings nur, wenn wir uns konkret darauf einlassen. Natürlich ist es gut, wenn wir diese Worte ein ganzes Jahr lang in unserem Herzen bewegen. Aber richtig spannend wird es erst, wenn wir es wagen, in ganz alltäglichen Lebenssituationen etwas von Jesus zu erwarten.
Diese Verheißung kann uns zum Gebet ermutigen. Das könnte so lauten: ‚Ich verstecke mich in Diskussionen immer hinter anderen Menschen – gib mir heute deine Kraft, dass ich sagen kann, was ich denke.’ Oder: ‚Wenn eine neue Herausforderung kommt, denke ich oft, ich kann das nicht – schenk mir jetzt die Kraft, die nächste wichtige Herausforderung anzunehmen.’ Oder: ‚Ich bin alt und die Energie wird weniger – füll mich neu mit deiner Liebe, dass ich etwas davon ausstrahlen kann.’
Wo brauchen Sie die Kraft des auferstandenen Jesus am nötigsten? Bitten sie ihn darum, dass er sie Ihnen gibt!